Rund 9.000 Einwendungen gegen Schlachthoferweiterung
+++ Pressemitteilung +++
Königs Wusterhausen, 29.11.2025. Die Bürgerinitiative „KW Stinkt’s“ protestiert in Königs Wusterhausen gegen die geplante Erweiterung eines großen Wiesenhof-Schlachthofs. Im offiziellen Genehmigungsverfahren sind rund 9.000 Einwendungen beim Landesamt für Umwelt eingegangen. Zentrale Bedenken betreffen den Wasserverbrauch des Schlachthofs, den Gestank und den Umgang mit den Tieren.
„Die rekordverdächtige Zahl an Einwendungen zeigt, wie stark die Sorge um Wasser, Lebensqualität und Umwelt ist – und dass die Bedingungen der industriellen Tierhaltung von vielen nicht länger akzeptiert werden“, sagt Kerstin Tottewitz von der Bürgerinitiative. „Das Grundwasser wird hier schon knapp, die Klimakrise schreitet voran. Wir brauchen andere Lösungen für die Nahrungsmittelproduktion.“
Der Schlachthof will seine Kapazität in Königs Wusterhausen fast verdoppeln. In Genehmigungsverfahren konnten bis zum Stichtag am 17.11. alle Bürger:innen unabhängig vom Wohnsitz Einwendungen einreichen, die von den Behörden berücksichtigt werden müssen. Die hohe Zahl kam auch dadurch zustande, dass Tierrechtsaktivist:innen auf Social Media dazu aufriefen. Hinzu kamen Einwendungen von Anwohner:innen und von anerkannten Naturschutzverbänden. Ein Erörterungstermin zur Diskussion der Einwendungen wird im nächsten Jahr stattfinden. Die Bürgerinitiative kündigt weitere Proteste an.
Pressekontakt: kontakt@kw-stinkts.de
